Das ist erstaunlich, denn PEA ist keine exotische Pflanze aus dem Regenwald und kein neu erfundenes Molekül aus dem Labor. Es ist ein Fettsäureamid, das in jeder menschlichen Zelle vorkommt. Im Gehirn, in der Haut, im Darm, in den Muskeln. Der Körper produziert es selbst, wenn Gewebe unter Stress gerät.
Die Entdeckung geht auf die 1950er Jahre zurück. Forscher fanden heraus, dass Eigelb und Erdnussöl eine Substanz enthalten, die Entzündungen hemmt. Sie isolierten das Molekül und gaben ihm seinen Namen. In den Jahrzehnten danach verschwand PEA in den Schubladen der Forschung. Kein Pharmaunternehmen hatte Interesse an einem Molekül, das der Körper selbst herstellt und das sich nicht patentieren lässt. So funktioniert die Branche: Was nicht exklusiv verkauft werden kann, wird nicht erforscht.
Erst in den 1990er Jahren holte die italienische Nobelpreisträgerin Rita Levi-Montalcini das Molekül zurück ins Licht. Sie untersuchte, wie PEA auf Mastzellen wirkt, jene Immunzellen, die bei Allergien und chronischen Entzündungen eine zentrale Rolle spielen. PEA bremst die Mastzellen, ohne das Immunsystem lahmzulegen.
Wie PEA im Körper arbeitet
PEA gehört zur Familie der Endocannabinoide. Das klingt nach Cannabis, hat aber nichts mit Rausch zu tun. Endocannabinoide sind körpereigene Botenstoffe, die an bestimmte Rezeptoren andocken und dort Signale auslösen. Das bekannteste ist Anandamid, benannt nach dem Sanskrit-Wort für Glückseligkeit.PEA arbeitet anders als klassische Schmerzmittel. Es blockiert nicht einfach einen Rezeptor oder hemmt ein Enzym. Stattdessen moduliert es das gesamte System. Es verstärkt die Wirkung von Anandamid, indem es dessen Abbau verlangsamt. Es beruhigt überaktive Immunzellen. Es schützt Nervenzellen vor Schäden durch Entzündungsprozesse.
Wissenschaftler nennen das den Entourage-Effekt. PEA arbeitet nicht allein, sondern im Verbund mit anderen körpereigenen Substanzen. Es ist kein Hammer, der draufhaut, sondern ein Dirigent, der das Orchester leise abstimmt.
Der Körper produziert PEA selbst, aber nicht immer genug. Bei chronischem Stress, bei anhaltenden Entzündungen, bei Nervenschäden sinkt der Spiegel. Die körpereigene Produktion kommt nicht mehr hinterher. Genau hier setzt die Einnahme von außen an.
Wofür PEA eingesetzt wird
Die Forschungslage zu PEA ist solider, als man bei einer so unbekannten Substanz erwarten würde. Über 600 Studien sind seit den 1990er Jahren erschienen. Die meisten davon stammen aus Italien, wo PEA als Nahrungsergänzung seit Jahrzehnten verbreitet ist.Chronische Schmerzen sind das häufigste Anwendungsgebiet. Nervenschmerzen, die nach einer Gürtelrose bleiben. Schmerzen bei Bandscheibenvorfällen. Das Brennen und Kribbeln bei diabetischer Neuropathie. PEA greift hier nicht in die Schmerzleitung selbst ein, sondern in die Entzündungsprozesse, die den Schmerz am Laufen halten.
Eine italienische Studie aus dem Jahr 2012 untersuchte Menschen mit chronischen Schmerzen im unteren Rücken. Nach drei Wochen PEA-Einnahme berichteten über 80 Prozent von einer deutlichen Besserung. Die Dosis lag bei 600 Milligramm täglich.
Auch bei Fibromyalgie, bei Endometriose, bei Reizdarm zeigen Studien Effekte. Das Muster ist immer ähnlich: PEA wirkt dort, wo chronische Entzündungen im Hintergrund laufen, auch wenn kein sichtbarer Entzündungsherd vorliegt.
Was PEA von klassischen Schmerzmitteln unterscheidet: Es macht nicht abhängig, es schädigt nicht den Magen, es belastet nicht die Leber. Die Nebenwirkungsrate in Studien liegt nahe null. Das liegt daran, dass der Körper PEA kennt. Es ist keine Fremdsubstanz, die er mühsam verarbeiten muss.
Die richtige Anwendung
PEA wird als Pulver in Kapseln eingenommen. Die Standarddosis liegt bei 400 bis 600 Milligramm pro Tag, aufgeteilt auf zwei Einnahmen. Morgens und abends, jeweils zu einer Mahlzeit.Bei akuten Beschwerden beginnen viele mit einer höheren Dosis von 600 Milligramm zweimal täglich für die ersten zwei Wochen. Danach wird auf die Erhaltungsdosis reduziert. PEA braucht etwas Zeit, um seine Wirkung aufzubauen. Wer nach drei Tagen aufgibt, hat zu früh aufgehört.
Die Partikelgröße des Pulvers spielt eine Rolle für die Aufnahme. Mikronisiertes PEA, also besonders fein gemahlenes, wird vom Körper besser resorbiert als grobe Partikel. Beim Kauf lohnt sich ein Blick auf die Produktbeschreibung.
PEA lässt sich gut mit anderen Substanzen kombinieren. Mit Kurkuma, das ebenfalls entzündungshemmend wirkt. Mit Magnesium, das die Nervenfunktion unterstützt. Mit Omega-3-Fettsäuren, die in dieselbe Richtung arbeiten. Die Kombination verstärkt den Effekt, weil alle Substanzen an verschiedenen Stellen des Entzündungsgeschehens ansetzen.
Für wen PEA interessant ist
Menschen, bei denen Schmerzen oder Erschöpfung seit Monaten nicht weggehen wollen. Menschen, die klassische Schmerzmittel nicht vertragen oder nicht dauerhaft nehmen wollen. Menschen mit nervösen Beschwerden, die keine klare Diagnose haben, aber trotzdem da sind. Bei akuten Problemen gehört der Arztbesuch dazu, das versteht sich. Aber PEA füllt eine Lücke, die die Schulmedizin oft leer lässt: die Langzeitunterstützung bei chronischen Prozessen, ohne den Körper zu belasten.Wer unsicher ist, ob PEA zum eigenen Beschwerdebild passt, für den ist die kostenlose Waldkraft-Gesundheitsberatung da. Manchmal reicht ein kurzes Gespräch, um Klarheit zu schaffen.
Viel Gesundheit auf deinem Weg,
Flynn von Waldkraft 💚
18 Kommentare
Bei mir wurde vor 2 Jahren Dermatomyositis und Lupus diagnostiziert. Hab monatelang im Krankenhaus gelegen und starke Medikamente bekommen. Im Moment benötige ich keine Medikamente. Hab mit Supplements und Ernährungsumstellung viel erreicht. Seit ein paar Wochen fangen diese Lähmungserscheinungen wieder an. Weiss nicht, was ich noch machen kann. Ich will diese ganzen Chemiebomben nicht mehr. Ob das PEA was für mich ist ? Wie beschrieben hab ich Muskellähmungen.
Grüß dich Elke,
das sind ernsthafte Diagnosen, und ich verstehe, dass du nach Alternativen zu starken Medikamenten suchst. PEA kann entzündliche Prozesse im Körper traditionell unterstützen, und bei Autoimmunerkrankungen wird das Thema Entzündungsmanagement tatsächlich zentral. Allerdings: Bei Dermatomyositis und Lupus mit wiederkehrenden Lähmungserscheinungen brauchst du eine individuelle Begleitung, die über Supplements hinausgeht. Melde dich gern in der Waldkraft-Gesundheitsberatung, um deine Situation detailliert zu besprechen und zu schauen, ob und wie PEA oder andere Produkte sinnvoll für dich sind.
Herzliche Grüße,
Flynn von Waldkraft 💚
Plötzlich nach einer Antibiotika Behandlung vor ca 2 Jahren bekam ich am Arm einen roten Kringel..sah aus wie eine kleine Pizza mit erhabenem Rand. Ich ging sofort zur Hautärztin. Es wurde etwas abgenommen und eingeschickt. Die Histologie fand raus: ein Granuloma annullare..
Absolut harmlos, nicht ansteckend…Kein Pilz..Nichts!! Wird eventuell von selbst wieder verschwinden.
Plötzlich stellten sich am rechten Bein ebensolche Flecken ein. Ich sofort in die hautklinik der Uniklinik in Bonn. Ich sollte mich nicht so haben, das sei harmlos, man hätte andere Fälle dort.
Wieder Cortison Creme…Ich ließ nicht locker, ich konsultiert mittlerweile drei andere Ärzte…selbstzahler dabei…egal, ich wollte die Flecken loswerden. Egel ich bekam ausser Cortison Creme und Cortison unterspritzungen nur beruhigende Worte: das ist doch harmlos. Kurze Hosen im Sommer? Vorbei…
Das ist der Stand heute.
Nun hab ich von PEA gehört und hoffe, hoffe.
Das ist der gegenwärtige Stand.
Ich weiß, dass ich Histamin allergisch bin, dass ich mehr triptase als normal im Blut habe, dadurch allergisch hoch zehn…zum möglichen Teil richte ich mich mit der Ernährung danach.
Ob PEA hilft????
Ich bedanke mich vorab für die Antwort.
Grüß dich Gina,
deine Situation mit dem Granuloma annulare und der erhöhten Triptase kenne ich aus Beratungen öfter. Dass PEA bei solchen Hauterscheinungen helfen könnte, ist eine berechtigte Hoffnung, weil PEA entzündliche Prozesse modulieren kann, insbesondere bei Mastzell-Aktivität. Allerdings ist dein Fall mit der Histamin-Sensitivität und den Autoimmun-Aspekten sehr individuell, und da würde es Sinn machen, das mit der Waldkraft-Gesundheitsberatung zu besprechen, um zu klären, wie und in welcher Dosierung PEA bei dir sinnvoll sein könnte.
Herzliche Grüße,
Flynn von Waldkraft 💚
Klingt Überzeugend. Wurde es auch schon bei Tieren (Pferd/Hund angewendet?
Mfg Marlen
Grüß dich Marlen,
ja, PEA wird durchaus bei Pferden und Hunden eingesetzt, besonders wenn es um Entzündungen und Schmerzen geht. Im Waldkraft-Sortiment findest du PEA zum Beispiel in Produkten wie Arthridea für Hunde oder in verschiedenen Ergänzungen für Pferde. Die Erfahrungen sind da meist sehr positiv.
Herzliche Grüße,
Flynn von Waldkraft 💚
Vielen Dank für den sehr gut verständlichen Beitrag. Er hilft sicher vielen Menschen, die sich von den herkömmlichen und mit starken Nebenwirkungen einhergehenden Medikamenten ( NSAR) lösen möchten. Weiter so!
Grüß dich Mathias,
sehr gerne. PEA ist tatsächlich ein spannendes Thema, gerade weil viele Menschen nicht wissen, dass ihr Körper diesen Stoff selbst herstellt. Es freut mich, dass der Artikel dir weitergeholfen hat. Waldkraft bietet mit Palmitoylethanolamid eine Möglichkeit, diese körpereigene Produktion gezielt zu unterstützen.
Herzliche Grüße,
Flynn von Waldkraft 💚
Danke für den Artikel, es hört sich sehr interessant an. Gerne wüsste ich ob PEA auch bei Gelenk und Athroseschmerzen bei Hunden helfen würde? Danke, Anne
Grüß dich Anne,
sehr gerne. PEA kann bei Gelenkschmerzen und Arthrose tatsächlich unterstützend wirken, auch bei Hunden. Im Waldkraft-Sortiment findest du mit Arthridea ein Produkt, das PEA zusammen mit anderen bewährten Stoffen wie Weihrauch und Curcuma kombiniert. Wenn du wissen möchtest, welche Dosierung für deinen Hund passt, melde dich gern in der Waldkraft-Gesundheitsberatung.
Herzliche Grüße,
Flynn von Waldkraft 💚
Hallo, meine Mutter hat seit 2 Wochen Gürtelrose. Sie leidet unter sehr starken Nervenschmerzen. Starke Schmerzmittel helfen fast überhaupt nicht, machen ihr nur Gehirnnebel und starke Müdigkeit.Wäre es möglich hier mit Pea zu unterstützen?
Grüß dich Manuela,
PEA wird traditionell bei Nervenschmerzen verwendet und kann bei Neuroinflammation unterstützend wirken. Bei so starken Schmerzen wie in deinem Fall sollte deine Mutter das aber unbedingt mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin absprechen, besonders weil sie bereits andere Schmerzmittel nimmt. Wenn sie das vertiefen möchte, kann die Waldkraft-Gesundheitsberatung auch konkrete Dosierung und Begleitung besprechen.
Herzliche Grüße,
Flynn von Waldkraft 💚
Mein Mann hat sich bei einem Motorradunfall einen Lendenwirbel, die Schulter und das Handgelenk gebrochen (vor zwei Wochen). Hat natürlich noch Schmerzen und nimmt dagegen Ibuprofen. Die Schulter und die Hand wurden nicht operiert. Der Lendenwirbel wurde mit Schrauben stabilisiert.
Meine Frage lautet, ob PEA anstatt die Ibu’s annähernd so helfen kann gegen die Schmerzen?
Grüß dich Rita,
das ist eine wichtige Frage. PEA kann Schmerzen unterstützen, aber bei akuten Verletzungen wie Knochenbrüchen mit operativen Eingriffen brauchst du zunächst eine medizinische Betreuung. Ibuprofen hat hier seinen Platz, um Entzündungen zu reduzieren und akute Schmerzen zu lindern. PEA könnte dein Mann zusätzlich nehmen, um den Genesungsprozess zu unterstützen, aber das sollte unbedingt mit seinem Arzt abgesprochen werden. Die individuelle Situation ist zu komplex für eine pauschale Aussage. Wenn du das vertiefen möchtest, melde dich gern in der Waldkraft-Gesundheitsberatung.
Herzliche Grüße,
Flynn von Waldkraft 💚
Ich habe Hashimoto,das Immunsystem hat die Schilddrüse schon total zerstört,keine mehr vorhanden,die zweite Autoimmunerkrankung Arthrose in den Fingergelenken und Facettengelenken im unteren Rücken,ist da PEA das richtige,oder soll ich was anderes nehmen?
Grüß dich Margit,
PEA kann tatsächlich bei Autoimmunerkrankungen und entzündlichen Prozessen unterstützend wirken, da es auf körpereigene Regulationsmechanismen einwirkt. Bei deiner Konstellation mit Hashimoto und Arthrose macht es Sinn, das zu betrachten. Allerdings sind deine Fälle zu individuell, um das hier pauschal zu beantworten. Melde dich gern in der Waldkraft-Gesundheitsberatung, dort kann man mit dir gemeinsam schauen, ob PEA allein passt oder ob du eine Kombination brauchst.
Herzliche Grüße,
Flynn von Waldkraft 💚
Hallo Flynn,
Mein Heilpraktiker diagnostizierte Histaminintoleralz und schlug mir mir “Pentatop” als Mastzellenstabilisator vor.
Ich kann jedoch überhaupt nicht damit in Resonanz gehen. Wirk dieses dirigierende :)PEA auch als eben solch ein Stabilisator?
Lieber Gruß und Dank im Voraus
Grüß dich Susann,
PEA wird tatsächlich traditionell bei Histaminintoleranzen eingesetzt und kann Mastzellen beruhigen, ja. Es funktioniert über einen etwas anderen Mechanismus als klassische Stabilisatoren, was manchmal der Grund ist, dass es besser vertragen wird. Ob es für dich die richtige Option ist, hängt von deinem individuellen Fall ab. Wenn du das vertiefen möchtest, melde dich gern in der Waldkraft-Gesundheitsberatung.
Herzliche Grüße,
Flynn von Waldkraft 💚
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