Die Geschichte des Kakaos reicht weit zurück. Bereits um 1500 v. Chr. nutzten die Olmeken in Mittelamerika die Kakaobohne. Später machten die Maya sie zu einem zentralen Bestandteil ihrer Kultur: Kakao wurde nicht nur als Getränk zubereitet, sondern auch in rituellen Handlungen verwendet, als Opfergabe dargebracht und sogar als Währung genutzt.
Der Begriff „Kakao“ stammt aus dem Nahuatl-Wort “cacahuatl”. Für die Azteken war ihr „xocolatl“ – ein herbes Getränk aus fermentierten, gerösteten Bohnen, Wasser, Chili und Gewürzen – ein wertvolles Gut, das Priestern und Herrschern vorbehalten war.
Es hatte aber auch medizinische Funktionen.
Mit der Eroberung durch die Spanier gelangte Kakao im 16. Jahrhundert nach Europa. Hernán Cortés brachte die ersten Bohnen und Zubereitungsarten mit, und schnell wurde Kakao in den höfischen Küchen Spaniens und später ganz Europas zum Luxusgut.
Erst im Zuge der Kolonialisierung und des Plantagenanbaus in der Karibik, Westafrika und Südamerika wurde Kakao zu einem globalen Handelsprodukt. Heute zählen die Côte d’Ivoire, Ghana, Indonesien und Brasilien zu den größten Produzenten weltweit.
Bis heute gilt Kakao als Symbol für Genuss, Sinnlichkeit und Erdung, ist aber auch Gegenstand internationaler Diskussionen über Fair-Trade-Praktiken, Kinderarbeit und nachhaltigen Anbau. Seit Jahren erlebt Kakao auch bei uns ein Wiederaufleben seiner Bedeutung als Ritualgetränk.