Bor ist ein sogenanntes Halbmetall. In unserer Natur, in Gesteinen wie Borax liegt Bor an Sauerstoff gebunden als Tetraborat oder Borsäure vor. In der Natur, ob in Pflanzen oder Tieren, wird das Halbmetall Bor aus dieser Bor-Sauerstoffverbindung niemals freigesetzt.
Pflanzen nehmen das Borat auf und bilden daraus komplexe Moleküle, unter anderem in Verbindung mit Zuckern wie Fruktose. Für die Pflanze sind diese Zuckerborate quasi der Klebstoff, der die mechanische Stabilität aller Pflanzenteile ermöglicht.
Pflanzen bauen organische Boratverbindungen nicht nur für die mechanische Stabilität, sondern auch für wichtige Stoffwechselprozesse, die in der gesamten Bandbreite noch nicht erforscht sind.
Wir als Säugetiere nehmen natürlicherweise diese intelligenten Boratverbindungen auf, die die Pflanzen bauen. Es ist vergleichbar mit dem Vitamin C. Das bilden Pflanzen. Wir Säugetiere können das nicht mehr obwohl das lebensnotwendig ist. Nicht anders verhält sich das mit den natürlichen organischen Boratverbindungen.
Die Forschung steckt hier noch in den Kinderschuhen, in welchem Maß diese Boratmoleküle aus den natürlichen Pflanzenfabriken, für uns Säugetiere sogar lebenswichtig sind.
Calciumfructoborat ist genau so eine Verbindung – inspiriert von der Natur, strukturell vergleichbar mit dem, was du in Obst, Gemüse und anderen pflanzlichen Quellen findest. Im Gegensatz zum klassischen Borax (Natriumtetraborat) ist es an Fructose und Calcium gebunden – eine sanfte, organisch wirkende Form, die sich gut in natürliche Prozesse einfügt.
Ob Borate ein essentieller Nährstoff für Mensch oder Tier ist, wird noch erforscht. Doch vieles deutet darauf hin, dass diese pflanzenähnliche Borverbindung vom Körper deutlich besser erkannt und genutzt wird. Für uns ist das ein stimmiger Schritt: weg von isolierten Verbindungen, hin zu naturinspirierten Rohstoffen, die sich harmonisch in das große Ganze einfügen.